Zum Inhalt
Melancholia – Im Schatten des Affen ist ein fiktionales Werk. Historische Ereignisse sind aus ihrem Kontext gelöst und frei in diese fiktive Welt eingebunden. Der Autor dankt allen, die ihm beim Verfassen des Romans geholfen haben – den Lebenden wie den Toten. Vor allem aber T. E. Lawrence, Arthur Rimbaud und Ernesto »Che« Guevara. »Ich stehe in ihrer Schuld. Ich werde sie nie vergessen.«
Der Tatort
Deutschland im Nebel. Mörderland. Das Dreiländereck im Südwesten. Elsass, Nordwestschweiz, Südbaden. Die Geschichte spielt im Oberrheintal und im Schwarzwald, aber auch das Elsass kommt ins Spiel, Straßburg und Rhinau, auf deutscher Seite Baden-Baden und Kehl.
Historischer Hintergrund
Die Bundesrepublik Deutschland Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre. Die Zeit des Wiederaufbaus geht zu Ende. Der Kalte Krieg ist auf seinem Höhepunkt. Die Menschen auf der deutschen Seite des Rheins haben vergessen, dass nur die Ungerechtigkeit der Vorsehung sie vor einem Himmelssturz, wie er Hiroshima heimsuchte, bewahren konnte. Der Bundesgrenzschutz (BGS),
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gegründet im März 1951, ist die Polizei des Bundes; sie ist mit allen polizeilichen Maßnahmen betraut, einschließlich der kriminalpolizeilichen Ermittlungsaufgaben. Im großen Ganzen entspricht der BGS seinem linksrheinischen Pendant, der Gendarmerie nationale Frankreichs. Die Grenzen zur Bundeswehr und den übrigen Polizeien ist fließend. Ein ehemaliger Wehrmachts-General wird 1951 erster Inspekteur des BGS. Er arbeitet nebenbei als »Beschaffer« (er verschiebt dem BGS unbemerkt abgedrückte Waffen) für eine private Untergrundarmee; eine obskure, 40.000 Mann starke Truppe, die ein alter Kriegskamerad und Inspekteur des Heeres der Bundeswehr (mit engen Kontakten zu der aus der SIFAR, Italienischer Militärgeheimdienst, hervorgegangenen Gladio-Organisation, die, verbunden mit der CIA, 1964 in die NATO integriert wird. Die Organisation de l’armée sekrète, OAS, war eine von Offizieren der französischen Kolonialarmee gegründeten Terrororganisation während der Endphase des Algerienkrieges. Die Baden-Badener Anlaufstelle der OAS-Desperados war ab Sommer 1963 das von zwei Strohmännern der Geheimorganisation eröffnete Restaurant La Bonne Auberge im Goldenen Kreuz, Lichtentaler Straße13. Im März 1966 residiert als Général d’armée und Befehlshaber der Französischen Streitkräfte in Deutschland (CCFFA) der „Schlächter von Algier“ in Baden-Baden. Die politische Klasse in Frankreich sahen die Untaten von Wehrmacht und SS im Zweiten Weltkrieg in einem neuen Licht, allzu sehr erinnerte die robuste und menschenverachtende Kriegsführung in Indochina und Algerien an die Taten der deutschen Uniformträger.
Autor
Friedemann Hahn. Maler und Dichter, geboren 1949 in Singen am Hohentwiel. Nach einem temporären Studium des Klassischen Balletts und Übungen im Aktzeichnen studierte er Malerei an den Staatlichen Kunstakademien in Karlsruhe, Freiburg im Breisgau und Düsseldorf. Veröffentlichungen von Gedichten, Texten zur Kunst und Romanen seit 1970; u. a. Fick in Gotham City, Berlin 1970; Anarcho – Er kannte kein Gesetzt, Berlin 1971; Der Italo-Western – Eine szenische Dokumentation, Berlin 1973; Ein Blutbad und Melancholie, Berlin 2012; Bis hinter die Nacht, Niederstetten 2016; Foresta Nera, Hamburg 2018; Matadero, Cyprus 2023. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen national wie international seit 1973. Als Maler wurde er mit den wichtigsten deutschen Kunstpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Neben seiner Künstlerischen Arbeit lehrte er an verschiedenen Hochschulen. 1991 Berufung zum Professor für Malerei an die Kunsthochschule Mainz in der Johannes Gutenberg-Universität. Nach Jahren im Schwarzwald, Paris, Florenz und Rom lebt er heute mit seiner Frau Doris Waldmann-Hahn auf Gut Falkenberg in Südschleswig.
Informationen zum Buch
Friedemann Hahn
Melancholia – Im Schatten des Affen
ISBN 978-3-931140-48-9
KILLROY media, 2026
KILLROY Roman
304 Seiten
Preis 19,90 €
Erscheinung: September 2026
