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Neuerscheinung im Juli 2026

Zum Inhalt
zu wohin ein wind uns jemals traegt
von blumenleere
wohin ein wind uns jemals traegt mag uns bei einer ersten, vorsichtigen Lektüre
zunächst vielleicht noch vornehmlich wie ein dem Wind und seinen verschiedenen
Stärken, Ausprägungen und Effekten verpflichteter Gedichtzyklus erscheinen. Schauen
wir allerdings etwas genauer hin, entpuppt sich das vorliegende Werk vielmehr als
komplexes poetisches Gesamtsystem in Form einer – eher Spirale denn Kreis –
konsequenten Endlosschleife, worin nach jedem insoweit in sich stimmigen Element –
Gedicht – drei Pfade hin zu anderen eröffnet werden. Eine Komposition, die
Linearität subtil bis radikal unterläuft und sich darin durchaus wiederum am
Spektrum des namensgebenden Phänomens und seiner letztlich Unberechenbarkeit
orientiert.

Analysieren wir daraufhin die Struktur, bemerken wir rasch, dass sich unser
Arrangement aus 11 x 11 Gedichten mit jeweils 11 Zeilen zusammensetzt – quasi 10
plus 1, um das traditionell mystisch-magisch symbolisch Abgeschlossene, „Perfekte“ der
10 aufzubrechen und mit einer Ahnung auf das Künftige zu versehen. Auch herrscht
insgesamt nur vermeintlich Symmetrie – unsere zentral verorteten Orkane – exzessive
Kulminationen eines Sich-Aufbauens, woraufhin zwangsläufig Abflauen einsetzt –,
bezeichnen keine inhaltliche Mitte, sondern Transitionszonen, Verwirbelungen, die
Aussagen eher suspendieren denn fixieren. Sie markieren just jene kritischen Orte, an
welchen unsere Vektoren ihre Richtung ändern – oder gar ändern müssen. So ergibt sich
uns, theoretisch, eine modulare Sequenz aus 11 Abschnitten, deren räumliche und
zeitliche Ausdehnung – und die ihrer internen Elemente – erst im jeweiligen Leseprozess
Gestalt gewinnt: flauten – brisen – winde – boen – stuerme – orkane – stuerme –
transitionen zu uebergaengen – winde – brisen – flauten
.

wohin ein wind uns jemals traegt stellt somit einen mehrdimensionalen
experimentellen Spielraum dar, in dem Wind sowohl meteorologisches als auch
existenzielles Prinzip sei: Bewegung, Stillstand, Drift, Rekursion und Wiederkehr. Ein
Zyklus, der nicht gelesen, sondern durchlaufen wird – immer wieder modifiziert,
immer aus einer veränderten Position heraus – wir erhalten ergo ein der jeweiligen
lesenden Persona angemessenes Langgedicht, das in Richtung Unendlichkeit und
Unwiederholbarkeit strebt.

Zum Autor
blumenleere: geboren als Michael Johann Bauer, 1979, in Schrobenhausen, aktuell
wohnhaft in Augsburg, betrachtet sich als offenes autopoetisches System und zugleich
Spielraum der sich unablässig wandelnden Persona blumenleere, die sich innerhalb ihres
Schaffens im Sinne von Gesamtkonzept, Lebensentwurf und Weltanschauung aktiv und
vornehmlich prozessorientiert an der Schnittstelle von Kunst, Philosophie und Poesie
verwirklicht.

Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (u.a. in das narr, perspektive,
Ostragehege, Manuskripte, Akzente, außer.dem, Mosaik, Ausreisser, Maulhure) Anthologien
sowie auch eigenständige – zuletzt vibrant (moloko print, 2024) und Fragmente einer Stadt
(kul-ja publishing, 2025) – mit einer umfangreicheren Übersicht hier:
https://www.literaturport.de/lexikon/persona-blumenleere/

Steht zudem hinter dem Konzept, Projekt und der u.a. Zeitschrift zur philosophie des
schenkens: www.zurphilosophiedesschenkens.com

Informationen zum Buch
blumenleere – wohin ein wind uns jemals traegt

ISBN 978-3-931140-74-8
KILLROY media, 2026
KILLROY Künstlerbuch
84 Seiten
Preis: 16,00€
Erscheinung: Juli 2026

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