Christian Wolter – Die FRÖSI-Bande

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Christian Wolter
Die FRÖSI-Bande
ISBN 3-931140-23-7
KILLROY media, 2000
KILLROY 10+1 Stories
248 Seiten, gebunden

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,460 kg
Größe 20,5 × 13,6 × 2,2 cm

Zum Inhalt

Die FRÖSI-Bande

Nächtliche Anschläge auf die neuen Säulen der Gesellschaft (Autohaus, Bank, Gericht) unter der Federführung des dubiosen Sid Mayer bringen Henry und seinen Cousin Stoppel in Opposition zu Recht und Ordnung, verkörpert in Henrys Stiefvater Polizeiobermeister Haschke. Als Diener vieler Herrn und Herrinnen behauptet sich Henry in leid- und lustvollen Episoden und entpuppt sich dabei als Schelm in klassischer Tradition. Der Bogen spannt sich von erschlichener Westschokolade aus DDR-Kindheitstagen bis zur Wende-Gegenwart, wo ihm auf wunderbare Weise eine Tafel aus purem Gold zufällt. Dazwischen liegen eine Fülle erotischer Erlebnisse, heftiger Drogenkonsum, die Abrechnung mit der Kindheit und erfolgreiche Umgehung von geregelter Arbeit.

Über den Autor

Christian Wolter

Geboren 1972 in Teterow (Mecklenburg).Schule bis 1988, danach Lehre als Maurer bis 1990. 1996-99 Herausgeber des Fanzines FRÖSI für die FRAU. Veröffentlichungen in diversen Untergrund-Literaturzeitschriften, Lesungen und Auftritte auf Social Beat-Festivals,„Reformbühne Heim und Welt“, und „Chaussee der Enthusiasten“ sowie Fernsehauftritte im Offenen Kanal, Berlin. 1998 Tour mit „Ärger & Seelenlos„, Zürich, durch die Schweiz und die BRD. 2001 „Die FRÖSI-Bande“, Roman, KILLROY media, Asperg.

Rezesionen

BLITZ!

 

01/2002 Die FRÖSI-Bande

 

Ein großes Stück Leben Slam Poeten (oder wie auch immer sie sich bezeichnen mögen) sind intelligente und empfindsame Kerle, die sich hart und skrupellos gebärden. Ficken, Fotzen, Kotzen muß sein – und ohne Kloppe, Knast und Drogen geht auch nichts. Daß zwischendurch reichlich Alkoholika geschüttet werden, versteht sich von selbst. „Die FRÖSI-Bande“ ist so gesehen ein kleiner Haufen Slam Poeten, Christian Wolter alias Ich-Erzähler Henry Haschke zugleich Autor und literarische Figur. Denn Henry Haschke aus Dohlenort, gemeint damit ist das mecklenburgische Krakow am See, erzählt uns die Geschichte, wegen der er in der Nervenklinik Rostock-Gehlsheim Aufnahme fand. Dabei ist Henry nicht verrückt, hat im Gegenteil ganz vernünftige Ansichten, fährt zum Fußball (Hansa Rostock), interessiert sich für reifere Frauen, die ihm das Leben leichter machen sollen, und hängt ansonsten mit der ‚FRÖSI-Bande‘ rum. Die nennt sich nicht wirklich so, im Buch jedenfalls taucht der Name so gut wie gar nicht auf, und besteht neben Henry aus seinem Cousin Stoppel und dem aus Westberlin zugezogenen Pseudo-Anarcho Sid Mayer. Die drei versuchen im Mecklenburg der heutigen Zeit über die Runden zu kommen und beginnen eines Tages, eher symbolische als zweckmäßige Anschläge zu verüben, auf die Mercedes-Niederlassung im örtlichen Gewerbegebiet, auf eine Großbank-Filiale und ein Gebäude des Staates. Henrys Stiefvater ist lustigerweise Ober-Bulle (und Altlast) in Dohlenort … Christian Wolter (in seinen Leipziger Kreisen ‚Wolti‘ genannt) notierte ein großes Stück authentischen Lebens – und da geht’s nicht ohne Kotzen und die anderen Sachen ab – er ist ein Beobachter, schreibt fesselnd und vermag seine Leser zu ängstigen und zu erheitern. Politiker sollten manch Woltersche Situation mal ernsthaft zur Kenntnis nehmen, aber das machen die sowieso nicht! Macht ihr es, seid so intelligent und empfindsam, ihr müßt es ja nicht zeigen …

Christian Wolter auf Wikipedia

Christian Wolter auf http://www.satt.org/tipp.html